Paddeln im De Biesbosch in den Niederlanden 2009

Die Kanoverinigung Breda lud auch in diesem Jahr am Pfingstwochenende wieder zum "Internationale Biesboschtochten" ein, einem Treffen zum gemeinsamen Padeln von Kanuten aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien. Ca. 70 Kanuten mit 50 Booten waren zusammengekommen und auch vom KGW waren 12 Paddelfreunde nach Hank gefahren. Auf dem dortigen Zeltplatz konnte das Lager aufgeschlagen werden und vom unweit entfernten Yachthafen starteten die Touren.

Der Samstag dient zum Einpaddeln auf einer 18 km-Strecke, auf der man das Biesbosch näher kennenlernen konnte. De Biesbosch, auf deutsch "Binsenwald" und auch als holländischer Dschungel bekannt, ist ein sehr ursprüngliches Gebiet am Zusammenfluß von Rhein und Maas. Es entstand erst vor relativ kurzer Zeit im 15. Jahrhundert nach einer Flutkatastrophe. Jahrelang war es vor allem von Binsen und Schilf bewachsen, später kamen auch Weiden dazu, die natürlich auch wirtschaftlich genutzt wurden. Der größte Teil des Biesbosch besteht heute aus Weidenflutwäldern und Weidengebüsch, das Gebiet dient nun vornehmlich als Nationalpark und zur Trinkwassergewinnung.Am Sonntag konnte zwischen zwei verschiedenen Touren gewählt werden, die sportliche Variante mit 40 km und die etwas entspanntere mit 22  km Länge. Der größte Teil und mit Ihnen auch die Kanuten vom vom KGW wählten die 22 km-Tour. Dabei ging es über breitere Wasserarme und schmale Kanäle, durch Schilf, die Bbergsche Maas wurde gekreuzt und teilweise fuhren wir durch reine Wildnis, in der keine Motorboot durchkam, da teilweise umgestürzte Bäume über den Bacharmen lagen, aus denen nur zentimeterbreite Durchfahrten herausgeschlagen waren. Das alles bot natürlich gute Gelegenheiten zur Naturbeobachtung, Enten, Taucher und Gänse in allen möglichen Varianten, aber auch ein Eisvogel wurde gesehen. Und auch einige Blumen der "Caltha palustris var. araneosa", einer Spielart der gelben Sumpfdotterblume, die sonst nirgends auf der Welt wächst. Am Sonntag gab es von der Kanoverinigung Breda  noch eine große Tombola mit jeder Menge kleinen und größeren Preisen, bei der auch die KGW-ler einige Gewinne mit nach Hause nehmen durften.
Montag morgen trafen wir uns dann wieder zu einer 16 km-Tour, die auf bekannten und neuen Kanälen entlang führte. Am Ufer waren viele Hollunderbüsche zu sehen, die teilweise kleine Wälder bildeten und in diesen Tagen gerade blühten, wodurch oft ein schöner Holunderduft die Luft durchzog.
Auch Dank des herrlichen Frühsommerwetters hatten wir alle so ein paar schöne Kurzurlaubstage, bevor es am Montag nachmittag wieder ans Packen und an die Rückfahrt ging.
 
Weitere Bilder der  Tour:
 


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