Regen / Naab 2009

Gumpenried bis Regensburg - Vereinsfahrt auf Regen und Naab


Das abendliche Feuerwehrfest im Örtchen Pirka am Höllensteinsee war schon mal ein zünftiger Empfang für die 13 weit angereisten KGWler. Im Bayrischen wollten wir uns diesmal umsehen, und mit Regen und Naab waren uns zwei ideale Ferienwanderflüsse angekündigt: sauberes Wasser, abwechslungsreiche Landschaft, spritzige Einlagen, gutes Bier in einladenden Gasthöfen. Über 150 km sollte die Gepäckfahrt gehen, von Gumpenried bis Regenstauf auf dem ersten, von Teublitz zur Donau bis Regensburg auf dem zweiten Fluss. Erstmals waren auch zwei Kinder mit von der Partie.
Wildwasser I – II auf der ersten Etappe mit noch leeren Booten – das fing jedenfalls schon mal spannend an. Gepäck und Zelte blieben dazu auf „Mutter Katharinas“ Campingplatz. Am 2. Tag der Ernstfall: Gepäck, Zelte, Boote auf der Wiese – wird das jemals zusammen passen? Und schwimmen? Nach einigem hin und her: ja, aber tragen? – boah! „Felsriegel, Verblockung, Schwallstrecke, starke Strömung … “  und insgesamt an die 20 Wehre, so der Flussführer – wir waren gespannt!

Landschaftlich war uns nicht zu viel versprochen: Zügig abwärts durch ein kurvenreiches Tal, schroffe Felshänge mitunter, schöne Einblicke in die weite Berglandschaft, waldreiche Abschnitte in dünn besiedelter Gegend, imposante Klöster, einladende Städt-chen ….
Auch die zahlreiche Zeltlager am Fluss bestätigten, dass dies ein beliebtes Feriengebiet ist, wo man noch im Fluss schwim-men kann und auch Fische sich wohl fühlen, soweit man dies aus der Zahl der Angler schließen kann.

Übernachtet wurde diesmal überwiegend im Zelt, denn Kanu-clubs sind auf dieser Strecke selten und der Vielzahl der Durchreisenden kaum gewachsen. Beim Essen hielten wir uns wieder an die örtliche Gastronomie, um den eigenen Aufwand zu begrenzen, das kulinarische Angebot der Gegend zu würdigen, dabei zumindest auch punktuell etwas vom Lande links und rechts des Flusses kennen zu lernen. und nicht zuletzt zwei Unterwegs-Geburtstage gemeinsam zu feiern. 

Paddlerisch erwies sich die insoweit vergnügliche Fahrt tatsächlich auch als Reise mit besonderen Anforderungen: heftige Schwalls, wie wir sie hier nicht kennen, Wehre, deren Befahrbarkeit für uns Gepäckfahrer oft fraglich oder nicht gegeben war und immer die vage Befürchtung, auch unter unverdächtiger Oberfläche einem verborgenen Stein oder Felsen „aufzusitzen“. Bei mancher Umtrage ging es sprichwörtlich über Stock und Stein, mit kräftigen Farbspuren, die zeigten, dass nicht nur wir unser Tun damit hatten, und obwohl auf dem größten Teil der Strecke offizieller „Wasserwanderweg“ konnte man mancherorts Zweifel haben, ob Kanuten wie wir hier wirklich gern gesehen sind.
Euer Heinrich.